Mittwoch, 10. Februar 2016

Nähen: Stoffbinden statt Wegwerfware!

Es war nun schon länger ruhig auf dem Blog, was zweierlei Gründe hatte. Zum einen waren natürlich die ganzen Feiertage, an denen ich mich voll und ganz meiner Familie gewidmet habe. Zum anderen habe ich mit ziemlich starken Schwangerschafts-Beschwerden zu kämpfen.

Seit Anfang Januar weiß ich, dass ich leider unter Schwangerschaftsdiabetes leide. Für mich bedeutete das eine starke Ernährungsumstellung und auch den Umgang mit einem Insulin-Pen zu lernen. Ich denke, ich werde zu dem Thema in den nächsten Tagen einen gesonderten Beitrag verfassen, dass es doch sehr umfangreich ist.

Heute möchte ich euch zeigen, was ich in der Zwischenzeit noch gemacht habe. Ich bin nämlich durch eine Nähgruppe bei Facebook auf Stoffbinden bzw. Stoffslipeinlagen aufmerksam geworden. Ich mochte noch nie die gekaufte Variante, da sie nie richtig bequem saßen und so habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt und allerhand Informationen diesbezüglich gelesen.

Grundsätzlich ist es nicht schwer Stoffbinden selber zu nähen. Man benötigt eigentlich nur eine Nähmaschine, Baumwollstoff und einen saugfähigen Stoff (für den Anfang tun es ausgediente Handtücher).


Im Internet findet man allerhand kostenlose Schnittmuster (meistens auf englischen Internetseiten). Meine erste Stoff-Slipeinlage habe ich nach einem Tutorial genäht. Das Nähen war an sich nicht schwierig, allerdings war ich mit dem Resultat überhaupt nicht zufrieden. Ich fand die Slipeinlage absolut nicht bequem und viel zu klein.

Deshalb habe ich eine Weile rumexperimentiert. Ich habe etwa 5 verschiedene Schnittmuster gezeichnet, bis ich mit dem Ergebnis tatsächlich zufrieden war (siehe oberes Bild).

Das Interessante an der Erstellung eines Schnittmusters für Stoffbinden ist, dass wirklich jede Frau andere Bedürfnisse hat und jede eine andere Form am bequemsten findet. Da die richtige Passform zu finden ist garnicht so einfach. Aber ich persönlich habe gemerkt, dass mir eine asymmetrische Form am besten gefällt - hinten etwas breiter als vorne.


Meine ersten Ergebnisse sind leider überhaupt nicht vorzeigbar. Schiefe Nähte, verrutschter Stoff und zusätzlich hat meine Nähmaschine ein paar Probleme gehabt und die Nähte hatten teilweise Schlaufen. Nachdem das nun jedoch behoben ist, bin ich mit meinen Endprodukten sehr zufrieden.

Meine Binden bestehen momentan aus einem Unterstoff aus Fleece und einem Oberstoff aus Baumwolle. Dazwischen habe ich einen Kern aus PUL (wasserundurchlässige Schutzschicht) und zwei Lagen Molton.


Ob diese Variante der Stoffbinde nach der Schwangerschaft auch für die Menstruation geeignet ist, kann ich leider noch nicht sagen. Die meisten Näherinnen verwenden nämlich meistens Frottee statt Molton, da dieses saugfähiger ist. Aber aktuell benötige ich die Einlagen nur für mein kleines Blasenproblem und dafür sind sie optimal.

Ich werde ab sofort komplett auf Wegwerf-Slipeinlagen verzichten und nur noch die aus Stoff verwenden. Kostengünstiger und definitiv bequemer!

1 Kommentare:

  1. Oh dann wünsche ich dir erstmal alles Gute und bin auf deinen Post gespannt. Hab noch einen tollen Donnerstag. Liebe Grüße Sandra

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